Konvektionswärme

Konvektionswärme


Konvektion ist Latein und bedeutet soviel wie „Das Mittragen“ oder „Das Mitführen“. Meist meint man damit, dass irgendetwas durch eine Strömung mitgeführt oder mitgetragen wird.

Wenn der Heizungsfachmann von Konvektionswärme spricht, meint er somit, dass Wärmeenergie von einem Ort zu einem anderen Ort getragen wird. Zuerst trägt das erhitzte Wasser aus dem Heizkessel die Wärme zum Heizkörper. Dann gibt der Heizkörper seine Hitze an die Luft ab und diese Wärme wird durch die entstehende Luftströmung im Raum verteilt.

Der entscheidende Vorteil der Konvektionswärme ist, dass sie einen Raum relativ schnell „erwärmen“ kann. Die Anführungszeichen sind nicht ohne Grund, da diese Form der Erwärmung des Raumes nicht dauerhaft sind. Schon nach kurzem Stoßlüften ist die warme Luft fast komplett weg und der Raum muss sich erst wieder aufwärmen.

Leider hat die Konvektionswärme einige erhebliche Nachteile.

Die Luft wird so sehr aufgeheizt, dass sie förmlich austrocknet und die Luftfeuchtigkeit abnimmt. Das wird noch dadurch verstärkt, dass die erhitzte Luft auf ihrem Weg an kälteren Decken oder Wänden plötzlich abkühlen kann und so Feuchtigkeit kondensiert. Dringt diese Feuchtigkeit in die Wände ein, so kann es zu Schimmelbildung führen.

Aber nicht nur diese mögliche Schimmelbildung ist problematisch für Allergiker und Asthmatiker. Die geringe Luftfeuchtigkeit verstärkt die ständige Verteilung der Staubpartikel durch die sich bewegende Luft und sorgt somit für erhöhte Staub- und Staubmilbenbelastung. Dies ist einer der Gründe, warum Allergikern und Asthmatikern auch geraten wird, mindestens einmal täglich zu saugen oder Staub zu wischen. Ohne die Luftaustrocknung und die andauernde Luftzirkulation würde der Staub nicht in dem Maße aufgewirbelt werden.

Andererseits ist die Zirkulation nicht stark genug, um wirklich überall die gleich Temperatur zu erzeugen. Es entstehen ungleichmäßige Warm- und Kaltluftschichten, während es auf Deckenhöhe ziemlich warm ist, ist es am Boden wieder kühl. Ein Temperaturunterschied von 4°Celsius und mehr ist völlig normal. Daher auch der Effekt, dass man manchmal das Gefühl hat am Kopf ist es zu warm, am Oberkörper genua richtig und an den Beinen und Füßen ist es einfach nicht warm genug. Nicht ohne Grund gibt es den Ausdruck „fußkalt – vom Boden her kalt“, der es sogar in den Duden geschafft hat.

Die Kombination aus hohen Heizlufttemperaturen, Luftbewegungen und ungleichmäßigen Warm- und Kaltluftschichten schafft so ein trockenes, unangenehmes Raumluftklima.

Eine völlig andere Art der Wärmeerzeugung bzw. -verteilung ist die Strahlungswärme